Mannheim, 25. September 2015 “Wir haben auch nicht damit gerechnet, dass Benedikt Brydern wieder ins Finale kommt und dann auch noch gewinnt”, so Christoph Dingler “aber da die Auswahl anonym war, haben wir alle gleich fair behandelt und freuen uns, dass Benedikt sich wieder durchgesetzt hat”. Brydern hatte bereits 2009 den 1. Preis beim CCA gewonnen.

“Die Zeit des Sturm und Drang. Der verr├╝ckte, junge Friedrich Schiller gleitet eines Nachts ├╝ber die deutschen Lande ÔÇô Das war meine Vision bei dieser Komposition”, erz├Ąhlt Benedikt Brydern, diesj├Ąhriger Preistr├Ąger des Crossover Composition Awards, als er den 1. Preis entgegennahm. Der einzelne Zuh├Ârer hatte bei der Urauff├╝hrung des St├╝ckes am 25. September vielleicht ein anderes Bild im Kopf, kannte er doch weder den Titel des St├╝cks noch den Komponisten. Doch ganz gleich, welche Bilder die Vorstellung des einen oder anderen beim ersten H├Âren befl├╝geln: “Schillers Nachtflug”, so der offizielle Titel der Siegerkomposition, erhielt 175 Stimmen und damit die Mehrheit im Publikum. Und das war wichtig, handelt es sich beim Crossover Composition Award doch um einen Publikumsentscheid.

Die Preistr├Ąger:

1. Platz f├╝r “Schillers Nachtflug” von Benedikt Brydern (USA)

2. Platz f├╝r “Rock You vs. Ballerina” von Jens Hubert (Deutschland)

3. Platz f├╝r “Atem. Licht” von Johannes Meyerh├Âfer (Deutschland)

4. Platz f├╝r “Carpathian” von Dawid Lubowicz (Polen)

5. Platz f├╝r “Metamorphosis” von Aleksandr Gonobolin (Ukraine)

6. Platz f├╝r “Balkanoid” von Andr├ís Derecskei (Ungarn)

Dank vieler Sponsoren erh├Âhte sich der Gesamtwert des Preisgeldes von ehemals 7.000 Euro auf 11.000 Euro! Zudem wird jede Komposition auf CD ver├Âffentlicht und bei Peermusic Classical verlegt.

Crossover Composition Award mit neuen Rekordzahlen

Alle drei Jahre ÔÇô 2015 zum 3. Mal ÔÇô rufen die Geschwister Marie-Luise und Christoph Dingler (The Twiolins) Komponisten aus aller Welt dazu auf, innovative St├╝cke f├╝r zwei Violinen zu komponieren um das musikalische Repertoire der eher seltenen Besetzung zu erweitern. Marie und Christoph setzen nur wenige Rahmenbedingungen, was auch den Titel des Wettbewerbs erkl├Ąrt: Alles ist erlaubt, ob rockiger oder federleichter Stil, ob angelehnt an eine bestimmte Epoche oder eine Kombination aus allem. “Crossover” eben – alles ist erlaubt, solange es f├╝r zwei Violinen geschrieben wurde, ca. f├╝nf Minuten dauert, spieltechnisch anspruchsvoll ist und das Publikum zu Begeisterungsst├╝rmen hinrei├čt!

In diesem Jahr hat der Crossover Composition Award so viele Bewerbungen erhalten wie noch nie: 353 Komponisten aus 44 Nationen bewarben sich um die ersten sechs Pl├Ątze! Alle eingesandten St├╝cke wurden von den Dingler-Geschwistern nach einem speziellen Verfahren gesichtet, das die Identit├Ąt der Komponisten anonym hielt. Sechs Finalisten aus f├╝nf Nationen wurden von der f├╝nfk├Âpfigen Jury ausgew├Ąhlt und von den beiden Wettbewerbsveranstaltern einstudiert. Am 25. September war es endlich soweit: Jedes St├╝ck wurde ÔÇô ebenfalls unter Geheimhaltung des Titels und der Identit├Ąt des Komponisten ÔÇô von Marie und Christoph live pr├Ąsentiert. “Genauso habe ich mir mein St├╝ck im Kopf vorgestellt!”, erz├Ąhlte Jens Hubert, 2. Preistr├Ąger, sp├Ąter.

Per Live-Stream neue Zuschauer

Per Stimmzettel entschieden die Zuh├Ârer im Anna-Rei├č-Saal des Mannheimer Rei├č-Engelhorn-Museums ├╝ber die Sieger des diesj├Ąhrigen Crossover Composition Awards. Im Saal entschieden 210 Zuh├Ârer ├╝ber die Verteilung der Preise – “├ťber einen spontan eingerichteten Online-Stream hatten wir weitere 370 Zuschauer”, erz├Ąhlt Marie-Luise Dingler, “so macht es Spa├č, die neuen Medien zu nutzen”.

Weitere Informationen auf www.crossover-composition-award.de

Rezensionen auf Sinfonima.de und im Mannheimer Morgen.

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